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06
Feb

Weseler Mehrwegbecher

Kaffee, Zum Mitnehmen, Coffee To Go, Mitnahme, Becher

Ulrich Gorris, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, richtet heute folgenden Antrag an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Westkamp,,

Bündnis 90/Die Grünen bitten den Rat der Stadt Wesel die Verwaltung damit zu beauftragen, noch einmal mit allen Anbietern von „to go“ Kaffee in Wesel Kontakt aufzunehmen, um für die Einführung eines Weseler Mehrwegbechers für Kaffee zu werben.

 Begründung:

„In Deutschland nutzt und entsorgt statistisch gesehen jeder Verbraucher 130 Einwegbecher für Limo, Bier, Kaffee oder Tee pro Jahr. Bei Heißgetränken – also Kaffee, Tee, Kakao – macht der Verbrauch rund 60 Becher pro Kopf und Jahr aus. Durchschnittlich wird ein Becher nur 15 Minuten genutzt, bevor er in den Müll wandert.

Dazu kommt, dass bereits die zur Herstellung verwendeten Ressourcen viel besser genutzt werden könnten. Die meisten Einwegbecher für Heißgetränke bestehen aus Pappe mit einer Kunststoffbeschichtung. Für die Produktion wird viel Holz, Wasser und Energie benötigt. Auf ein Jahr betrachtet würde diese Energie für die Versorgung einer ganzen Kleinstadt ausreichen.“ Deutsche Umwelthilfe.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat schon im Jahr 2016 beantragt, dass die Stadtverwaltung bei den Anbietern von „to go“ Kaffee für die Einführung eines Weseler Mehrwegbecher werben sollte. Bei der daraufhin von der Verwaltung durchgeführten Befragung haben die angesprochenen Betriebe zu diesem Zeitpunkt nur geringe Bereitschaft gezeigt, sich an dem Projekt zu beteiligen. Vor allem wurden ein erhöhter Zeitaufwand für Personal, logistische Schwierigkeiten und schwer einzuhaltende Hygienevorschriften als Gegenargumente genannt.

In den vergangenen zwei Jahren hat die gesellschaftliche Wahrnehmung besonders durch zahlreiche Dokumentationen in der Presse und im Fernsehen über die Gefahren von Mikroplastik und über Plastikmüll in Flüssen und Meeren zu einem spürbaren Bewusstseinswandel geführt.

Auch Aktionen der Klimamanagerin der Stadt Wesel, die Kampagne „Plastik – Teuflisch – Gut“ der Evangelischen Kirchengemeinden und die beeindruckenden Bilder und Vorträge des in Wesel aufgewachsenen Fotografen York Hovest über die „Heroes of the Sea“ haben dazu erheblich beigetragen.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, aber auch einige Händler, Gastronomen und Tankstellenpächter bemühen sich um umweltfreundliche Alternativen. Viele Kundinnen und Kunden, einige Lebensmittelhändler und Marktstandbetreiber haben bereits hygienisch unbedenkliche Verfahren entwickelt, Waren wie Brot, Wurst und Käse in eigenen, von zu Hause mitgebrachten Verpackungen zu transportieren.

Vor diesem Hintergrund hält die Fraktion Bündnis90/Die Grünen einen neuen Vorstoß der Stadt unter den aktuellen Bedingungen für erfolgversprechend.

Ulrich Gorris

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