Wildwechsel: Tempo 70

Ratsmitglied B. Appels der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellte nachfolgenden Antrag am 25.03.2021 an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel:

Tempo 70 an der L7 (Emmericher Straße)

Sehr geehrte Frau Westkamp,

B90/Die Grünen bitten die Verwaltung Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW aufzunehmen mit dem Ziel, entlang der L 7 zwischen der Bislicher Straße in Flüren und der Ortseinfahrt Bergerfurth eine durchgehende Geschwindigkeitsreduzierung von Tempo 100 auf Tempo 70 einzurichten und in diesem Bereich ggf. zusätzlich weitere Hinweisschilder auf Wildwechsel sowie querende Fußgänger und Radfahrer aufzustellen.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Erholungsverkehres und des zu erwartenden, steigenden Verkehrsaufkommens im Zuge des Brückenneubaus über die B 473 (Umleitungserfordernis) sollte zudem erneut die Errichtung eines Kreisverkehrs auf der Kreuzung L7/Mühlenfeldstraße angesprochen werden.

Begründung:

Wie bereits vom Regionalforstamt Niederrhein sowie vom NABU des Kreises Wesel kürzlich in der RP zutreffend dargestellt, stellen der Aufenthalt insbesondere von Wildschweinen im Randbereich der Fahrbahn der L 7 im Bereich des Diersfordter Waldes sowie der Wildwechsel einen nicht zu unterschätzenden Gefahrenpunkt dar, der immer wieder zu Wildunfällen führt. Diese Gefahr könnte durch eine Geschwindigkeitsreduzierung gemindert werden.

Durch eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf Tempo 70 wird aber nicht nur mehr Verkehrssicherheit für Autofahrer erreicht. Auch schwächere Verkehrsteilnehmer profitieren davon. Viele Radfahrer und Fußgänger nutzen die mehrfachen Querungsmöglichkeiten insbesondere zwischen der Bislicher Straße in Flüren und der Mühlenfeldstraße, sowie im Bereich der Böckerschen Straße.  Bei schönem Wetter und an Wochenenden ist hier ein erheblicher Erholungsverkehr zwischen den Ortsteilen Bislich, Diersfordt, Flüren im Süden der L7 und dem Diersfordter Wald mit dem Wildgatter und dem Schwarzen Wasser im Norden der oftmals stark befahrenen Straße zu verzeichnen. Der Erholungsverkehr hat sich seit der Einrichtung des Hohe Mark-Steiges noch verstärkt. Auch hier könnten durch eine Geschwindigkeitsreduktion gefährliche Verkehrssituationen entschärft und die Erholungsfunktion des Raumes aufgewertet werden.

Ein Kreisverkehr kann darüber hinaus zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit und zu einer Verbesserung der Abbiegesituation für den Rad- und Autoverkehr im Kreuzungsbereich beitragen.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Appels, Ratsmitglied

                                                              

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