Ferienbetreuung sicherstellen!

U. Gorris, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und M. Schramm, Ratsmitglied im Rat der Stadt Wesel, richteten am 10.06.2020 nachfolgenden Antrag an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel, U. Westkamp:

                                „Sommer-Schule in den Sommerferien 2020“

 Antrag an den Rat der Stadt Wesel am 23.6.2020

Der Rat der Stadt Wesel beauftragt die Verwaltung zu prüfen, inwieweit an Schulen oder von Trägern der Jugendhilfe Sommer-Schul-Angebote eingerichtet werden können. Diese Angebote sollen insbesondere Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen unterstützen, grundlegenden Unterrichtsstoff zu wiederholen, verpassten Stoff aufzuarbeiten oder die Nutzung digitaler Lernplattformen und Medien zu trainieren.

Zusätzlich werden ausreichend Plätze für die Notbetreuung angeboten, damit Eltern ihrer Erwerbsarbeit nachgehen können und um das Risiko der Kindeswohlgefährdung zu mindern.

Begründung:

Vor dem Hintergrund der Corona Pandemie ist die Betreuung von Kindern für Eltern zu einem erheblichen Problem geworden. Schulen und Kitas nehmen mindestens bis nach den Sommerferien keinen regulären Betrieb auf.

Es gibt Eltern, die ihren Jahresurlaub für die bisherige Kinderbetreuung in der Corona-Zeit längst aufgebraucht haben. Mehrtägige Kinder- und Jugendfreizeiten werden in diesem Sommer nicht angeboten. Auch die städtischen Ferienangebote können nur eingeschränkt für deutlich weniger Kinder und Jugendliche als üblich stattfinden.

Berufstätige Eltern nutzten aber diese Kinder- und Jungendfreizeiten in der Regel auch, um die Betreuung ihrer Kinder in den sechseinhalb Wochen Sommerferien sicherzustellen.

Viele Kinder und Jugendliche haben nicht nur den Anschluss an den Unterrichtsstoff verloren, sondern auch den geregelten Lebensrhythmus mit Phasen von Anforderungen und geregelten Schlafzeiten.

In keinem anderen europäischen Land hängt der Erfolg des Schulbesuches so stark vom Elternhaus ab wie in Deutschland. Die (Nicht-)Beschulung in der Corona Krise verstärkt diesen Effekt. Dieser Zeitraum stellt für viele Kinder, sowohl sozial als auch kognitiv, ein erhebliches Problem dar.

Wir fordern die Verwaltung auf, mit allen möglichen Kooperationspartnern Gespräche zu führen, um Möglichkeiten für ausreichende, möglichst lernförderliche Ferienangebote für Kinder zu schaffen.

Zur Betreuung könnten auch Studierende oder Oberstufenschüler/innen engagiert werden.

gez. Ulrich Gorris                                           Manfred Schramm

Fraktionssprecher                                          Ratsmitglied

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